Die britische Sängerin Lauren Bennett, in Deutschland und der Schweiz vor allem durch ihren Refrain im LMFAO-Welthit „Party Rock Anthem" von 2011 bekannt, ist tot. Ihre frühere Girlgroup G.R.L. bestätigte den Tod am Montag über Instagram, wie unter anderem 20 Minuten, t-online und Euronews berichteten. Bennett wurde 37 Jahre alt. Nach Angaben ihres Vaters Richard Bennett starb sie bereits am 29. Mai in Meopham im Süden Englands. Eine offizielle Todesursache wurde bislang nicht genannt, eine behördliche Untersuchung in England läuft.

Richard Bennett teilte mit, seine Tochter habe in den Monaten vor ihrem Tod „eine schwere Reaktion auf ein verschriebenes Medikament" erlitten. Gegenüber der Öffentlichkeit äußerte er, wie unter anderem WEB.DE und Promiflash zitieren, „tiefe Enttäuschung darüber, dass es medizinischen Fachkräften und den Diensten des NHS fünf Monate lang nicht gelang, sie in ihrer größten Not angemessen zu behandeln". Zugleich betonte die Familie, sie hege „keinerlei Verdacht hinsichtlich der Todesumstände". Das US-Portal TMZ berichtete, die britischen Behörden untersuchten den Fall als mutmaßlichen Suizid; eine gerichtsmedizinische Klärung wird in den kommenden Monaten erwartet.

Lauren war eine unglaubliche Persönlichkeit und Künstlerin: kreativ, talentiert, lustig und genauso bescheiden wie schön.
- Richard Bennett, Vater, via Promiflash

Vom X-Factor-Casting zum weltweiten Ohrwurm

Bennett, geboren im britischen Kent, war mit 17 Jahren nach einem X-Factor-Auftritt nach Los Angeles gezogen. 2007 stieg sie in die von Interscope produzierte Girlgroup Paradiso Girls ein, einen europäisch geprägten Ableger der Pussycat Dolls. Der eigentliche Durchbruch folgte 2011, als sie den „Shake that"-Refrain zu LMFAOs „Party Rock Anthem" beisteuerte und im Musikvideo auftauchte. Der Song hielt sich allein in der Schweiz 54 Wochen in den Charts und stand in mehr als 20 Ländern auf Platz eins. Ab 2014 gehörte Bennett zur Formation G.R.L., die mit „Ugly Heart" und „Wild Wild Love" mit Pitbull nachlegte. Die Gruppe pausierte 2015 nach dem Suizid des Bandmitglieds Simone Battle und formierte sich später als Trio neu.

Ihre G.R.L.-Kolleginnen Natasha Slayton, Emmalyn Estrada und Paula van Oppen schrieben in ihrer gemeinsamen Erklärung: „Unsere Herzen sind gebrochen, und wir können nicht in Worte fassen, wie viel sie uns bedeutet hat. Wir werden die Liebe, das Lachen und die unzähligen Erinnerungen, die sie uns geschenkt hat, für immer in Ehren halten." Bennett hinterlässt eine sechsjährige Tochter Harlow aus der Verbindung mit dem US-Tänzer und Schauspieler Kenny Wormald.