Mexiko hat das siebte Sechzehntelfinale der WM 2026 mit 2:0 gegen Ecuador gewonnen und zieht als erster CONCACAF-Vertreter ins Achtelfinale ein. Wie wir am Dienstag berichteten, war die Partie im Aztekenstadion als Duell zwischen dem Gruppensieger ohne Gegentor und dem Deutschland-Bezwinger angekündigt worden. Auf dem Platz war es dann nach einer einstündigen Gewitterverzögerung eine einseitige Angelegenheit: Julián Quiñones traf in der 22., Raúl Jiménez in der 31. Minute, die zweite Halbzeit blieb Verwaltungsarbeit. Für Javier Aguirres Team ist es der erste Endrunden-K.o.-Sieg seit dem Heim-Viertelfinale 1986, das Ende einer vierzigjährigen Durststrecke.

Der Anpfiff musste um eine Stunde nach hinten verlegt werden, weil ein schweres Gewitter mit Blitzeinschlägen nahe des Stadions über Mexiko-Stadt niederging. Statt um 19 Uhr Ortszeit rollte der Ball erst um 20 Uhr, in Deutschland damit erst um 4 Uhr morgens. Die FIFA erklärte, das Spiel werde begonnen, „sobald dies sicher möglich ist“, die Sicherheit aller Beteiligten habe oberste Priorität, wie das Portal absolutfussball.com die offizielle Mitteilung dokumentierte. Viele Zuschauer waren wegen der überfluteten Straßen nicht rechtzeitig im Stadion, das Aztekenstadion füllte sich erst kurz vor dem verspäteten Anpfiff auf gut 80.000 Ränge, wie t-online berichtete.

Frühe Doppelschlag, spätes Nachspiel

Aguirres 4-1-4-1 kam mit vier Wechseln gegenüber dem Gruppenspiel gegen Tschechien und drückte Ecuador von Beginn an in die eigene Hälfte. In der 18. Minute traf John Yeboah zunächst den linken Pfosten, danach übernahm Mexiko die Kontrolle. Quiñones stellte in der 22. Minute nach einem schnellen Angriff über rechts auf 1:0, es war sein drittes Turniertor. Neun Minuten später zog Jiménez aus halbrechter Position ab und traf ins lange obere Eck. Zur Halbzeit stand die xG-Statistik nach Angaben von fussballnationalmannschaft.net bei 1,00 zu 0,73 für die Gastgeber, das Verhältnis der klaren Chancen war deutlicher.

Unsere Heimfans sind unser zwölfter Mann.
- Javier Aguirre, Trainer Mexikos, auf der Pressekonferenz vor dem Sechzehntelfinale

Nach der Pause zog sich Mexiko zurück und überließ Ecuador den Ball. Sebastián Beccaceces Team kam zu mehr Ballbesitz, aber selten in den Strafraum. César Montes hatte in der 66. und 67. Minute zwei Kopfballchancen für die Gastgeber, in der 74. Minute vergab Kevin Rodríguez frei vor Guillermo Ochoas Vertreter Rangel die beste ecuadorianische Möglichkeit. Kurz vor Schluss sah Piero Hincapié in der fünften Minute der Nachspielzeit die Rote Karte, laut dem Sportschau-Spielbericht für eine Geste vor dem Mund während einer Schiedsrichter-Ansprache. Weitere Gelbe Karten gingen an Alan Franco, Kendry Páez und Moisés Caicedo. Slavko Vinčić leitete die Partie.

Im Achtelfinale bleibt Mexiko im Aztekenstadion. Gegner ist am Montag, 6. Juli, um 2 Uhr MESZ der Sieger der Sechzehntelfinal-Partie zwischen England und der DR Kongo, die noch am Mittwochabend in Atlanta angepfiffen wird. Für Aguirre, der schon 2002 in Südkorea und Japan an der Seitenlinie stand, ist es die dritte WM als mexikanischer Nationaltrainer und der erste K.o.-Sieg nach zwei Vorrunden-Aus in Serie. Der Deutschland-Bezwinger Ecuador reist mit einem Turnier ohne Tor in K.o.-Spielen und mit einer roten Karte im letzten Auftritt nach Hause.