Die Schweiz steht im Achtelfinale der WM 2026. Ein konzentriertes 2:0 (1:0) gegen Algerien im Sechzehntelfinale am frühen Freitagmorgen deutscher Zeit im BC Place Stadium von Vancouver reichte der Nati für den Einzug in die Runde der letzten 16. Die Tore erzielten Breel Embolo (10.) und Dan Ndoye (46.). Am kommenden Dienstag trifft die Elf von Nationaltrainer Murat Yakin in derselben Arena auf den Sieger der Partie zwischen Kolumbien und Ghana, wie die Sportschau berichtete.
Der Achtelfinal-Einzug ist auch ein persönlicher Erfolg für Yakin. Auf der Gegenseite betreute mit Vladimir Petkovic ein Mann die Algerier, der die Schweizer Nationalmannschaft von 2014 bis 2021 durch drei grosse Turniere geführt hatte, ehe er im Februar 2024 den Posten in Algier übernahm. „Es wird ein Wiedersehen mit Vlado, den ich aus unseren Begegnungen in der Schweiz kenne“, hatte Yakin vor dem Anpfiff dem SRF gesagt. Nach 90 Minuten war der Vorgänger der Verlierer. Petkovic weist als Schweizer Coach einen Punkteschnitt von 1,79 auf und zählt damit statistisch zu den erfolgreichsten Nati-Trainern der Geschichte, wie SRF vor der Partie in Erinnerung rief.
Manzambi legt auf, Embolo trifft im BC Place
Algerien startete forsch, das reichte aber nur bis zur zehnten Minute. Der 20-jährige Freiburger Johan Manzambi durchbrach über die linke Seite, dribbelte durch die algerische Kette und legte quer auf Embolo. Der Stürmer von Stade Rennes musste am Fünfmeterraum nur noch den Fuss hinhalten und traf zum 1:0. Bis zur Pause bemühte sich die Elf Petkovics um den Ausgleich, Ibrahim Maza kam kurz vor dem Halbzeitpfiff (45.+2) am nächsten dran, sein Abschluss verfehlte das Tor knapp, wie der Liveticker der ZDFheute festhielt. Direkt nach dem Wiederanpfiff sorgte dann Dan Ndoye für die Vorentscheidung. Der Aussenstürmer zog von rechts in den Strafraum und traf flach ins lange Eck (46.).
Ein interessanter Gegner mit vielen individuellen Qualitäten.
Nach dem zweiten Tor kontrollierte die Schweiz die Partie souverän. Kapitän Granit Xhaka und Remo Freuler unterbanden im zentralen Mittelfeld die algerischen Kombinationen um Riyad Mahrez und Houssem Aouar. Yakin hatte im Vergleich zum knappen Vorrunden-Auftakt gegen Kanada (2:1) zwei Änderungen vorgenommen: Für den muskulär angeschlagenen Aurele Jaquez rückte Denis Zakaria in die Startelf, in der Offensive begann Ndoye anstelle von Djibril Sow. Beide Rochaden zahlten sich binnen einer halben Stunde aus. Referee Yael Falcón Pérez zeigte insgesamt nur eine Verwarnung, Farès Chaïbi sah in der 36. Minute Gelb.
Am 7. Juli gegen Kolumbien oder Ghana
Für die Nati ist es der erste Achtelfinal-Einzug seit der WM 2022 in Katar, als die Schweiz gegen Portugal im gleichen Turnierstadium ausgeschieden war. Yakins Elf reist nun nicht weiter, sondern bleibt in Vancouver: Das Achtelfinale gegen den Sieger der Partie zwischen Kolumbien und Ghana findet erneut im BC Place Stadium statt. Die beiden Kontrahenten treffen am Samstag in Kansas City aufeinander. Yakin hatte vor dem Duell mit Algerien betont, sein Stab habe sich das 3:3 der Nordafrikaner gegen Österreich in der Vorrunde gemeinsam angeschaut. Für die Analyse des nächsten Gegners bleiben ihm bis Dienstag knapp vier Tage.