Die Schweizer Nationalmannschaft trifft in der Nacht auf Freitag um 05:00 Uhr MESZ im BC Place von Vancouver auf Algerien. Es ist das WM-Sechzehntelfinale von Murat Yakin gegen Vladimir Petkovic, der die Nati von 2014 bis 2021 an drei Endrunden geführt hat und seit Anfang 2024 die algerische Auswahl übernommen hat. Yakin räumte ein, das Personal auf der Gegenseite gut zu kennen. „Wir haben das Spiel Algerien - Österreich zusammen im Hotel angeschaut. Es war eine spannende Partie, die in der Schlussphase hin und her ging“, sagte der Nationaltrainer laut SRF. „Jetzt bereiten wir uns intensiv auf Algerien vor. Es wird ein Wiedersehen mit Vlado, den ich aus unseren Begegnungen in der Schweiz kenne.“
Der Weg der Schweiz in die K.o.-Runde begann holprig. Gegen Katar reichte es zum Auftakt nur zu einem 1:1, danach folgten Siege gegen Bosnien-Herzegowina und Co-Gastgeber Kanada, die den Gruppensieg sicherten. Algerien qualifizierte sich mühsamer: Nach einem 0:3 gegen Lionel Messis Argentinien und einem knappen 2:1 gegen WM-Neuling Jordanien reichte am dritten Spieltag ein 3:3 gegen Österreich, um als einer der acht besten Gruppendritten in die Nachtsitzung von Vancouver einzuziehen. Petkovic hatte bereits vor Turnierbeginn eine Vertragsverlängerung bis 2028 erhalten.
Wir bereiten uns intensiv auf Algerien vor. Es wird ein Wiedersehen mit Vlado.
Petkovic mit Mahrez, Aït-Nouri und dem Zidane-Sohn
Sportlich reist Algerien mit einem Kader, dessen Marktwert laut 20 Minuten bei rund 260 Millionen Euro liegt - nur etwa 70 Millionen unter dem der Nati. In der Offensive setzt Petkovic auf Kapitän Riyad Mahrez, der mit 35 Jahren bei Al-Ahli spielt und aus der Premier-League-Zeit bei Manchester City und Leicester bekannt ist. Dazu kommen Manchester Citys Linksverteidiger Rayan Aït-Nouri, das Leverkusener Talent Ibrahim Maza sowie der frühere Lugano-Stürmer Mohamed Amoura. Im Tor stand zuletzt Luca Zidane, der Sohn von Zinédine Zidane, der über die algerische Herkunft seiner Mutter aufgeboten wurde.
Historie deutlich zugunsten der Nati
Die direkte Bilanz spricht für die Schweiz: In zwei Länderspielen gab es zwei Nati-Siege bei einem Torverhältnis von 4:1, wie die ZDF-Statistik ausweist. Für beide Teams wäre das Erreichen des Achtelfinals ein Turniernovum in der jüngeren WM-Historie - weder die Schweiz noch Algerien haben es in den vergangenen Endrunden über die Runde der letzten 32 hinaus geschafft. Im Fall eines Sieges wartet am 7. Juli der Gegner aus dem Duell zwischen Kolumbien und Ghana. Anpfiff am Freitag ist um 05:00 Uhr MESZ, das ZDF überträgt live.